Biedesheim

    Ortsbürgermeister Holger Pradella

    Das parallel zum Oberlauf des Brübelbaches entlang einer bedeutenden mittelalterlichen Handels- und Geleitstraße, der sogenannten "Hohen Straße" gelegene Biedesheim weist durch Funde aus der Römerzeit auf eine frühe Besiedlung hin.
    Biedesheim ist eine fränkische Gründung was vorgefundene Reihengräber und Schenkungsurkunden des Klosters Lorch von 782 (Bosinesheim) und 791 (Bousinesheim) belegen.
    Dorf und Burg erscheinen um die Mitte des 13. Jahrhunderts als Domäne des Grafen Emicho von Leiningen. Im Jahre 1423 wurde die "Veste zu Buedesheim" wahrscheinlich eine Wasserburg, erwähnt die 1471 zerstört wurde.
    Sehenswert ist die ev. Kirche in der Ottersheimer Straße. Im Jahre 1498 wurde die aus dem 10. Jahrhundert stammende romanische Kirche renoviert und dem Hl. Andreas geweiht.
    Der Bedeutung der Kirche im Mittelalter entspricht die reiche Ausmalung die unter 3 Putzschichten 1964 gefunden wurde. Diese Fresken die zwischen dem frühen 13. Jahrhundert und dem frühen 15. Jahrhundert entstanden zeigen unter anderem den Hl. Andreas und Jacobus mit der Muschel.
    Eine aus dem 10. Jahrhundert stammende Taufanlage in der Kirchenmitte zeigt dass die Andreaskirche einst Tauf- und Missionskirche für das ganze Gebiet war.
    Heute hat Biedesheim etwa 625 Einwohner und ist überwiegend agrarisch geprägt. Auf fruchtbaren Böden werden vor allem Zuckerrüben und Getreide angebaut. Das Dorf liegt auf 250-270 Meter Höhe über NN in exponierter Hanglage so dass man von Biedesheim aus, und bei Spaziergängen durch die Gemarkung einen weiten Blick hat. Ein gemütliches Cafe in der Ortsmitte lädt nach einem Spaziergang zum Verweilen ein.
    Im 1998 eingeweihten Bürgerhaus das je nach Bestuhlung bis zu 300 Gästen Platz bietet feiern Biedesheimer und Auswärtige ihre Feste im gemütlichen Rahmen. Unser größtes Fest findet alljährlich am 3. Wochenende im September statt.