Bürgerservice

    / Fachbereich 3 - Bürgerdienste / Bestattungswesen / Gräber, Urnengräber, Laufzeit, Friedhofsordnung, Gebühren

    Zugeordnete Abteilungen

    Allgemeine Beschreibung

    Friedhöfe sind Stätten der Erinnerung. Sie sind Orte der Ruhe und Besinnung und auch kulturgeschichtlich bedeutsam. Die Gemeinden haben im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung die Verpflichtung, für Ihre Einwohner Friedhöfe anzulegen, wenn hierfür ein Bedürfnis besteht.  Auch Kirchen, Kirchengemeinden, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften und sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts können Friedhöfe errichten.

    Grundsätzlich werden auf allen Friedhöfen sowohl Erdgräber für Sargbeisetzungen als auch Urnengräber angeboten. Beide lassen sich jeweils unterscheiden in Reihengräber mit fester Laufzeit, die nicht verlängert werden können und der Reihe nach belegt werden, und Wahlgräber (Standortwahl und Verlängerung möglich). Die Gemeinden müssen für ihre Einwohner Reihengräber zur Verfügung stellen. Ob Wahlgräber zur Verfügung gestellt werden, entscheidet die Kommune nach den örtlichen Gegebenheiten.

    Auf vielen Friedhöfen werden inzwischen neue Grabformen ermöglicht, z.B. Baumgräber auf Friedhöfen oder in Ruhewäldern, Rasengräber, zum Teil als anonyme Gräber, gärtnerisch gepflegte Gräber, muslimische Grabfelder.  Eine Verstreuung der Asche ist in Rheinland-Pfalz nicht möglich.

     

    Notwendige Unterlagen

    Bei  einem Todesfall ist durch die Angehörigen, in der Regel mit Hilfe eines Bestatters, Folgendes zu veranlassen: 

    • Ausstellung eines Totenscheines durch einen Arzt innerhalb von 36 Stunden
    • Anzeige des Sterbefalls beim Standesamt, in dessen Zuständigkeitsbereich der Todesfall eingetreten ist, spätestens am dritten auf den Tod folgenden Werktag; Personalausweis des Toten, Geburts-, Heirats- oder Scheidungsurkunde sind  dazu vorzulegen
    • Auswahl einer Grabstelle bei der Friedhofsverwaltung des gewählten Bestattungsortes
    • Beantragung der Bestattungsgenehmigung bei der zuständigen Ordnungsbehörde des Bestattungsortes
    • Überführung des  oder der Verstorbenen durch ein Bestattungsunternehmen, das entweder den Verstorbenen am Tag der Erdbestattung  zum Bestattungsplatz oder zur Einäscherung in ein Krematorium bringt. Die Erdbestattung oder Urnenbeisetzung erfolgt frühestens nach 48 h und  innerhalb von sieben Tagen nach Eintritt des Todes. Zur Urnenbeisetzung darf das Krematorium die die mit der Totenasche gefüllte Urne nur der Friedhofsverwaltung oder dem Bestatter aushändigen. Die Urne kann auf Wunsch auch zu der Friedhofsverwaltung des Bestattungsplatzes versendet werden.

    Kosten

    Es fallen sowohl Gebühren für die Bestattung selbst als auch für die Grabstätte an, wenn diese sich auf einem kommunalen Friedhof befindet. Bei anderen Friedhofsträgern, z.B. Religionsgemeinschaften wird für die Grabstätte keine Gebühr, sondern ein Entgelt erhoben. Diese Gebühren/Entgelte werden auf der Grundlage der tatsächlich für den Friedhof entstehenden Kosten kalkuliert und können daher variieren. Genaue Auskünfte hierzu erteilt die zuständige Friedhofsverwaltung.

    Rechtliche Grundlagen

    • Gesetz über das Friedhofs- und Bestattungswesen in Rheinland-Pfalz (BestG)
    • Landesverordnung zur Durchführung des Bestattungsgesetzes (BestG-DVO)
    • Friedhofssatzungen der Gemeinden
    • Satzungen der Gemeinden über die Friedhofsgebühren
    • § 28 bis 30 Personenstandsgesetz

    Ergänzungen

    Weitere Informationen erhalten Sie bei der für den Bestattungsort zuständigen örtlichen Ordnungsbehörde (Verbandsgemeinde, große kreisangehörige Stadt oder kreisfreie Stadt) und der Friedhofsverwaltung des Bestattungsortes

    Wenn eine Bestattung außerhalb von Rheinland-Pfalz gewünscht ist,  wenden Sie sich auch an die dort zuständigen Behörden.

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