Bauanträge

      Bevor Pläne gemacht werden, wie ein Grundstück bebaut wird, sollte geklärt werden, ob für das Grundstück ein Bebauungsplan besteht und welche Festsetzungen ggf. in diesem Bebauungsplan getroffen werden. Besteht für das Grundstück kein Bebauungsplan, so richtet sich die Zulässigkeit von Bauvorhaben nach § 34 des Baugesetzbuches (BauGB) (sog. unbeplanter Innenbereich) oder nach § 35 BauGB (sog. Außenbereich).

      / Baulasten/ Baulastenverzeichnis

      Zuständige Mitarbeiter

      Frau Tanja Schönfeld

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      Postadresse

      Gebäude: Gebäude 1
      Room Nr.: 2.14
      Floor: 1.OG
      Freiherr-vom-Stein-Straße 1-3
      67307 Göllheim Adresse in Google Maps anzeigen
      Details

      Leistungsbeschreibung

      Grundstückseigentümer können durch Erklärung gegenüber der Bauaufsichtsbehörde öffentlich-rechtliche Verpflichtungen zu einem ihr Grundstück betreffenden Tun, Dulden oder Unterlassen übernehmen, die sich nicht schon aus öffentlichem Baurecht ergeben. Mit der Baulast sollen Hindernisse ausgeräumt werden, die im Einzelfall einer Bebauung (oder Nutzungsänderung) entgegenstehen könnten. Beispielhaft sei hier die Stellplatzbaulast genannt, mit der unter bestimmten Voraussetzungen öffentlich-rechtlich gesichert werden kann, dass die erforderlichen Kfz-Stellplätze auf einem in zumutbarer Entfernung liegenden anderen Grundstück hergestellt werden.

      Eine Baulast wird durch schriftliche Erklärung gegenüber der Bauaufsichtsbehörde übernommen. Die Unterschrift muss öffentlich beglaubigt oder vor der Bauaufsichtsbehörde geleistet oder von ihr anerkannt werden.

      Wirksam werden die Baulasten unbeschadet der Rechte Dritter mit der Eintragung in das Baulastenverzeichnis. Baulasten bleiben auch bei Veräußerung des Grundstücks bestehen, wirken also auch gegenüber Rechtsnachfolgerinnen und Rechtsnachfolgern.

      Die Baulast geht durch schriftlichen Verzicht der Bauaufsichtsbehörde unter. Der Verzicht ist zu erklären, wenn ein öffentliches Interesse an der Baulast nicht mehr besteht. Vor dem Verzicht sollen der oder die Verpflichtete und die durch die Baulast Begünstigten angehört werden. Der Verzicht wird mit der Eintragung in das Baulastenverzeichnis wirksam.

      Wer ein berechtigtes Interesse darlegt, kann in das Baulastenverzeichnis Einsicht nehmen und sich Abschriften erteilen lassen.

      Welche Gebühren fallen an?

      Die Eintragung, Änderung oder Löschung einer Baulast sind gebührenpflichtig, ebenso schriftliche Auskünfte aus dem Baulastenverzeichnis. Die Gebührenhöhe ergibt sich aus der Landesverordnung über Gebühren und Vergütungen für Amtshandlungen und Leistungen nach dem Bauordnungsrecht (Besonderes Gebührenverzeichnis).

      Rechtsgrundlage

      Enthalten in folgenden Kategorien

      Ein Bauantrag ist schriftlich bei der Verbandsgemeindeverwaltung Göllheim zu stellen.
      Erforderliche Unterlagen für einen Bauantrag sind:

      • Bauantragsformular
      • ein amtlicher Katasterplan
      • Berechnung des umbauten Raumes
      • Berechnung der Nutz- und Wohnfläche
      • Nachweis der Grundflächenzahl (GRZ)
      • Nachweis der Geschossflächenzahl (GFZ)
      • Nachweis der Vollgeschossigkeit
      • Baubeschreibung
      • Bauzeichnungen d.h. Grundrisse, Ansichten und Schnitte
      • Abstandsflächennachweis
      • Stellplatznachweis
      • Abweichungs- / Befreiungsantrag (bei Abweichungen vom Bebauungsplan oder Landesbauordnung)
      • Entwässerungsantrag (Anschluss an das Kanalnetz)
      • statistischer Erhebungsbogen

      zusätzlich bei Umbau, Ausbau und Erweiterungen:

      • Bestandspläne

      Die Unterlagen für einen Bauantrag sind in 4-facher Ausfertigung, für gewerbliche Vorhaben sind die Unterlagen in 6-facher Ausfertigung bei der Verbandsgemeinde Göllheim einzureichen.

      Für Baugebiete mit qualifiziertem Bebauungsplan bedürfen Bauvorhaben keiner Baugenehmigung, sofern nach Bebauungsplan gebaut wird und die Erschließung gesichert ist. Die Bauunterlagen müssen dennoch bei der Verbandsgemeindeverwaltung Göllheim, in der oben genannten Anzahl der Ausfertigungen, eingereicht werden.

      Der Bauherr hat keine Wahlmöglichkeit, ob er sein Bauvorhaben als Bauantragsverfahren, vereinfachtes Verfahren oder als Freistellungsverfahren behandelt wird.

      Bauunterlagen müssen grundsätzlich von einem sog. Bauvorlageberechtigten (Architekt oder Bauingenieur) unterschrieben werden. Die einzureichenden Unterlagen sind der Bauunterlagenprüfverordnung zu entnehmen.


      Bauvoranfrage

      Es besteht auch die Möglichkeit eine Bauvoranfrage einzureichen. Hier ist eine Beschreibung des Vorhabens inkl. Skizze und ein amtlicher Lageplan erforderlich. Je genauer und detaillierter das Bauvorhaben hier bereits dargestellt werden kann, desto eher kann die Genehmigungsbehörde eine Aussage zu einer späteren Genehmigungsfähigkeit treffen. Die Bauvoranfrage ist vorallem zu empfehlen, wenn der Bauherr die Rechtssicherheit haben möchte, dass das geplante Vorhaben genehmigungsfähig ist, denn es ergeht ein förmlicher Bescheid. Baurecht entsteht hier noch nicht, ein Bauantrag ist trotz dessen notwendig. Diese Unterlagen sind in 3-facher Ausfertigung bei der Verbandsgemeinde Göllheim abzugeben.